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Erklärung der
7. Konferenz der
Europäischen Antikapitalistischen Linken
Ein
anderes Europa ist möglich! Eine andere europäische Linke ist notwendig!
Zum
ersten Mal seit 20 Jahre ist eine Gegenoffensive in Gang gekommen, um die
Desaster aufzuhalten, die uns bedrohen: die Kriege, die neoliberale
Politik, die ökologische Katastrophe.
Millionen von Lohnabhängigen – Männer und Frauen, Alte und Junge, die
in einer Vielzahl von Verbänden, Gewerkschaften, Parteien organisiert
sind oder auch nicht – sind zu Hunderttausenden bzw. Millionen auf die
Strasse gegangen, haben an Massenstreiks teilgenommen, haben zum Teil den
Staat lahmgelegt. In den letzten drei Jahren hat sich die Atmosphäre verändert.
Eine andere Welt ist möglich.
Im Juli 2001 haben sie die Bewegung in Genua mit harter Repression
zerschlagen wollen, aber sie hat überlebt und im November 2002 sind 60 000
Jugendliche und weniger Junge aus ganz Europa in Florenz zusammengekommen,
um die ersten Grundlagen für eine neue europäische soziale Bewegung zu
schaffen. Am letzten Tag haben eine Million Demonstrantinnen und
Demonstranten an diejenigen, die uns regieren, eine Warnung gerichtet:
Nein zum Krieg! Hände weg von unseren Rechten! Drei Monate danach, am 15.
Februar 2003, haben sich mehrere Dutzend Millionen überall auf der Welt
dafür eingesetzt, der Barbarei des Krieges Einhalt zu gebieten. Gestern
in Florenz, heute in Paris/Saint-Denis ist das Europäische Sozialforum
daran, diesem wundervollen Ausbruch von Energie und Kreativität eine
organisierte Form, sozialen Rückhalt, eine politische Orientierung zu
geben.
Die weltweite Erhebung für einen allgemeinen Frieden hat in Europa den
Charakter eines kontinentalen Plebiszits angenommen: gegen die EU, für
ein anderes Europa, ein Europa von unten, getragen von der Revolte der
Ausgebeuteten und Unterdrückten aller Mitgliedsländer.
Das europäische Großkapital hat sich nicht vertan: In allen Mitgliedsländern
und auf allen Gebieten werden verstärkte Angriffe gefahren, trotz der
starken und zunehmend zusammengehenden Opposition.
Nein
zur Verfassung der multinationalen Konzerne!
Ja zu einem anderen Europa – einem Europa der Völker, einem
demokratischen, sozialen und friedlichen Europa!
Bald
werden 15 Regierungen hinter verschlossenen Türen eine Verfassung
erlassen und 450 Millionen Einwohnern und Einwohnerinnen überstülpen!
Die handverlesene Konvention ist an die Stelle eines wirklichen
verfassunggebenden Prozesses getreten, dem ein Mandat zugrunde liegen müsste,
das von der Souveränität der Völker Europas ausgeht. Dies stellt einen
Bruch mit der gesamten parlamentarischen Tradition seit den demokratischen
Revolutionen im 17. und im 18. Jahrhundert dar!
Anstelle des sozialen Europa, das sie uns versprochen haben, wird eine Großmacht
Europa durchgesetzt, mit Hilfe der Kriege (1991: Irak, die gesamten
neunziger Jahre hindurch: auf dem Balkan, dann der neue amerikanische
Krieg) und ökonomischer Eroberung (Fall der UdSSR und danach der osteuropäischen
Staaten).
Wir sagen nein zu dieser EU-Verfassung und zu dieser neoliberalen EU!
Diese Verfassung ist gefährlich.
Erstens schreibt sie das absolute Primat des Markts fest; sie verbietet
gesetzlich jegliche Beeinträchtigung des Privateigentums und der
Marktbeziehungen. Und sie lässt die Berücksichtigung der sozialen
Errungenschaften per Gesetz nicht zu, die auf nationaler Ebene dank
anderthalb Jahrhunderten Arbeiterkämpfen durchgesetzt worden sind:
grundlegende Sozialgesetze, Gesetze zu Arbeitsbedingungen, Tarifverträge,
Zugang und Handlungsmöglichkeiten der Gewerkschaften in den Betrieben,
Streikrecht, Koalitionsfreiheit usf. Während das Wirken des Kapitals
zentral gestützt und institutionalisiert wird, verbleiben die Normen für
die Arbeit dezentral auf nationaler Ebene, auf europäischer Ebene werden
sie obsolet! Daraus ergibt sich eine systematische Konkurrenz bis aufs
Messer zwischen den lohnarbeitenden Klassen der Mitgliedsstaaten und
innerhalb jedes einzelnen Lands.
Zweitens reduziert der (in den Maastricht-Kriterien festgeschriebene)
Haushaltszwang radikal die Sozialausgaben und verhindert er eine öffentliche
Wirtschaftspolitik. Von daher wird die systematische Privatisierung der öffentlichen
Dienste und der sozialen Sicherung "unvermeidlich", weil
"unbezahlbar". Das Industrie- und Finanzkapital findet dort ein
riesiges und sehr lukratives Betätigungsfeld. Die Superreichen bereichern
sich. Die ärmeren Schichten der Bevölkerung leiden darunter – die abhängig
Beschäftigten, die Jugendlichen, die Arbeitslosen und die prekär Beschäftigten,
die ImmigrantInnen usw. Seit 50 Jahren ist die soziale Ungleichheit noch
nie so stark gewesen.
Drittens verfestigt die Verfassung den halb-despotischen und
undemokratischen Charakter der EU: die wirkliche politische Macht
verbleibt in den Händen der Regierungen (mittels Europäischem Rat) und,
hiervon abgeleitet, der Kommission. Die Europäische Zentralbank ist völlig
unabhängig, nicht transparent, und sie hat niemandem Rechenschaft zu
geben. Das Europäische Parlament ist nicht mit einem nationalen Parlament
vergleichbar: Gesetze zu verabschieden, den Staatshaushalt annehmen, die
Exekutive (Regierung) bestimmen. Diese Verfassung erkennt die
plurinationale Wirklichkeit bestimmterer Staaten der EU nicht an, die im
Namen des Prinzips von "territorialer Integrität" das Recht auf
Selbstbestimmung der "staatenlosen Nationen" verneinen.
Sicherlich ist die EU ein komplexes Gefüge. Sicher ist jedoch: Die Macht
in der EU geht nicht von den BürgerInnen und den Völkern aus, sondern
von den Regierunen!
Viertens erkennt die Verfassung nicht die Bürgerschaftsrechte einschließlich
dem Stimmrecht der "Staatsangehörigen der Drittländer, die sich in
den Mitgliedsstaaten aufhalten" an.
Fünftens sind die EU und ihre Mitgliedsstaaten von jetzt an per Gesetz
gehalten, ihre Militärkapazitäten zu verstärken und eng mit der NATO
zusammenarbeiten. Diese gesetzliche Verpflichtung wird dem militärisch-industriellen
Komplex zu manchem Manna verhelfen. Der Weg zu einem europäischen
Militarismus ist damit vorgezeichnet. Die "europäische
Verteidigung", wie sie von Frankreich, Britannien und Deutschland
vorangetrieben wird, bestätigt deren politischen Willen sowie, dass die
EU gegenüber den EU einen nicht unbeträchtlichen Platz innerhalb des
imperialistischen Gefüges einnehmen will.
Wir sagen Nein zu diesem Europa, wir sind für ein anderes Europa – ein
soziales und demokratisches, ökologisches und feministisches, friedliches
und solidarisches Europa.
Die
Verantwortung der europäischen sozialdemokratischen Parteien
Kein
Mensch und keine Organisation, der bzw. die sich zur Linken zählt, kann
mit dem Inhalt dieser Verfassung einverstanden sein.
Die europäische Sozialdemokratie und die Grünen Partei haben jedoch
bereits Partei ergriffen: Sie werden "ja" sagen. Gewiss, sagen
sie, ist all das nicht perfekt, es ist aber ein kleineres Übel, und man
kann nachbessern.
Drei Rechtfertigungen werden vorgetragen, damit die bittere Pille
geschluckt wird: Die EU sei ein Fortschritt im Verhältnis zur
Vergangenheit, sie zu demontieren, hieße "folglich" in
Nationalismus, kriegerische Auseinandersetzungen in Europa usf. verfallen;
die EU und vor allem die Kommission treten für die
"gemeinschaftliche" Dimension ein, "folglich" ist das
eine Hilfe für die europäische Gewerkschaftsbewegung; die EU muss zu
einer ökonomischen, politischen und "folglich" auch militärischen
Kraft in der Welt werden und ein "Gegengewicht" zu den
Vereinigten Staaten bilden.
Dieses "kleinere Übel" zerfrisst die Politik wie ein
Krebsgeschwür.
Unter diesem Vorzeichen haben die sozialdemokratischen Parteien das
neoliberale Programm der europäische Unternehmer und die immer stärker rückwärtsgewandte
Entwicklung der EU hingenommen. Dadurch dass sie dieses Programm aus den
Regierungen heraus umgesetzt haben, haben sie die Welt der Arbeit und die
Gewerkschaftsbewegung demoralisiert. Sie selber haben sich tief
diskreditiert und das Vertrauen der ärmeren Schichten verloren. Dies führt
uns dazu, einen Eintritt in eine Regierung mit der Sozialdemokratie auf
der Grundlage des neoliberalen Programms abzulehnen.
Jetzt wollen sie unter Berufung auf das kleinere Übel eine Verfassung
durchdrücken, die eine Pistole an der Schläfe der Völker und der
arbeitenden Menschen bedeutet.
Die sozialdemokratischen Parteien haben nicht einmal versucht, diese Höllenmaschine
aufzuhalten, die neoliberalen "Konterreformen" zu verhindern und
den antidemokratischen europäischen Apparat zu blockieren, indem sie sich
mit dem Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB) zusammentun und europaweit
mobilisieren. Ihre Verantwortung wiegt um so schwerer, als die
sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien Ende der neunziger Jahre
12 von 15 Regierungen geführt und die wichtigsten Institutionen der EU
(die Kommission und den Europäischen Rat) dominiert haben.
Wo sie jetzt in der Opposition sind, versuchen sie ihre verheerende Bilanz
wegzuwischen. Doch die Arbeitenden, die Frauen, die Jugendlichen, die
ImmigrantInnen usw. haben die Leiden nicht vergessen, die ihnen die
sozialdemokratischen Parteien angetan haben. Blair und Schröder, die
jetzt noch an der Regierung sind, erinnern uns daran, worin wahre
sozialdemokratische Politik besteht. Die wichtigeren grünen Parteien in
der EU sind in ihre Fußstapfen getreten. Der deutsche Außenminister
Fischer und der Organisator ihrer Europaparlaments-Fraktion Cohn-Bendit
bemühen sich nachdrücklich darum, die gesamte "grüne"
Bewegung auf die neoliberale Politik und die Großmacht Europa
auszurichten.
Wiederbelebung
der sozialen und Gewerkschaftsbewegung
Die
globalisierungskritische Bewegung hat aus der langen zwanzigjährigen
Sackgasse heraus geführt und eine Alternative für die Linke und eine
emanzipatorische Perspektive geschaffen. Eine neue politische Generation
tritt an. In den letzten Jahren waren in Ländern wie Italien, Frankreich,
Britannien, Griechenland, Spanien Millionen von abhängig Beschäftigten
und von Jugendlichen Schulter an Schulter an Mobilisierungen gegen den
Krieg und an Kämpfen der Arbeitenden beteiligt. Diese von Beginn an
internationale Bewegung ist in ganz kurzer Zeit ein zu einem Bezugspunkt
in der Gesellschaft und einem Anziehungspol für eine Vielzahl von
sozialen Kräften und von Organisationen geworden. Sie hat weltweit eine
Antikriegsbewegung entstehen lassen, die beispiellos in der Geschichte
ist. Zugleich hat sie die Grundlagen für eine neue europäische soziale
Bewegung geschaffen (Florenz). Jetzt steht das Europäische Sozialforum
(ESF) kurz davor, eine Verbindung zu der Arbeitswelt in den
"reichen" Ländern herzustellen, es greift zwei grundlegende
soziale Fragen auf: die Ausbeutung der Arbeit und die Unterdrückung der
Frauen.
Die meisten Gewerkschaftsführungen der traditionellen Arbeiterbewegung,
insbesondere der Europäische Gewerkschaftsbund, legen im Vergleich zur
EU, den Unternehmern, den herrschenden Klassen einen besorgniserregenden Rückstand
auf. Wo sind die europäischen Zusammenkünfte, die europäischen
Gegenaktionen, die europäischen Aktionsprogramme, die europäischen
Aktivitäten und Streiks, eine europäische Strategie gegen ein
transnationales und international organisiertes Unternehmertum? Wo ist der
europaweite Streik gegen den Krieg gewesen, während am 15. Februar 2003
die Völker Europas in London, Rom, Paris, Berlin, Brüssel, Amsterdam,
Madrid… auf den Strassen waren? Wie soll man kämpfen, um dieses
"andere Europa" zu erringen?
Eine tief reichende Erneuerung der Massenbewegung, der sozialen,
Gewerkschafts- und Bürgerbewegung, wird nötig sein, um den zentralen
Herausforderungen der Zukunft entgegentreten zu können.
Die
Europawahlen 2004
Die
Verfassung der EU geht uns alle an. Aber die EU vermeidet um jeden Preis
die einzige wahre Maßnahme: Die europäischen Völker selber sollen über
Europa entscheiden! Einige Regierungen haben sogar Angst vor einem
Volksentscheid!
Die EU setzt in Wirklichkeit auf die Europawahlen vom Juni 2004, um ihr
Projekt durchzuschmuggeln.
Wir sagen: Wollen wir doch erst mal sehen!
Wir werden die Europawahlen vom Juni 2004 in eine breit angelegte Kampagne
zur Mobilisierung gegen die reaktionäre und rückwärtsgewandte
Verfassung der EU und für ein anderes Europa umwandeln: gegen die
neoliberale Politik und für ein antikapitalistisches Programm; gegen den
imperialistischen Krieg und den europäischen Militarismus, für Frieden
und allgemeine Abrüstung, angefangen in unseren eigenen Ländern.
Land für Land schlagen wir die Bildung einer starken, breiten und
pluralistischen antikapitalistischen Alternative vor, die sich für die
Forderungen und Perspektiven der europäischen sozialen Bewegung einsetzt.
Ja, ein anderes Europa ist möglich, doch unter der Bedingung, dass alle
sozialen Kräfte, die in den letzten vier Jahren mobilisiert haben, auf
der Strasse wie über die Urnen für ihre Forderungen und ihre Programme kämpfen.
Durch Mobilisierungen und bei den Wahlen.
Zum ersten Mal seit 25 Jahren hat sich ein ausgedehntes protestierendes,
internationalistisches und antikapitalistisches Milieu herausgebildet, und
zwar weltweit, von unterschiedlich Land zu Land. Niemand, keine politische
Partei ist dazu in der Lage, diese stolze und bewusste Kraft aufzufangen
und zu manipulieren. Die Angst hiervor gibt es jedoch. Die besten Art und
Weise, dem zu begegnen, liegt darin, dass man sich die Politik aneignet.
Und sich auf der Basis der wesentlichen Forderungen der sozialen Bewegung,
die im Europäischen Sozialforum bereits in Gang gekommen ist, kollektiv
in dem Kampf um diese Wahlen zu engagieren. Anderenfalls besteht die
Gefahr einer Absurdität: Die soziale Bewegung kämpft vor Ort, überlässt
die politische "Schlussfolgerung" aber den traditionellen
Parteien der liberalen Linken.
Eine andere Linke ist notwendig!
Eine
neue politische Kraft ist nötig – eine antikapitalistische und europäische
politische Kraft
Gegenüber
der traditionellen Rechten, die immer aggressiver und reaktionärer
auftritt, gegenüber einer rassistischen extremen Rechten, die rassistisch
ist und die Freiheiten beseitigen will, gegen der sozialliberalen Linken,
die sich ganz und gar den Projekten der herrschenden Klasse verschrieben
hat, brauchen wir eine politische Alternative, die den Bestrebungen der
antikapitalistischen sozialen Linken entspricht. Es ist an den
Zehntausenden Männern und Frauen, Lohnabhängigen und BürgerInnen, die
in der Bewegung aktiv und bei den Mobilisierungen dabei sind, diese neue
antikapitalistische Kraft, die Kraft für die radikale Veränderung der
Gesellschaft aufzubauen. Niemand anders wird es an ihrer Stelle tun. Aus
Trägheit, Misstrauen, Zurückhaltung oder Unverständnis hiervon Abstand
zu nehmen, hieße den Weg für die ewige Wiederkehr des Sozialliberalismus
freigeben; das wäre verheerend.
Es gilt, auf einer radikalen, einheitsorientierten und pluralistischen
Basis zusammenzuarbeiten.
Die Europäische Antikapitalistische Linke will hierzu ohne Arroganz
beitragen. Sie unterscheidet sich nicht von der sozialen Linken; sie ist
Teil der sozialen Linken. Wir sind von Anfang an in der sozialen Bewegung
und in der Bewegung für eine andere Globalisierung gewesen, um sie mit
aufzubauen und zu stärken.
Unser Projekt spiegelt die verschiedenen Kräfte der sozialen Bewegung
wider: Es ist antikapitalistisch und ökologisch, antiimperialistisch und
gegen den Krieg, feministisch und für die und von den BürgerInnen,
antirassistisch und internationalistisch. Als Alternative zum Kapitalismus
sind wir für eine sozialistische und demokratische, selbstverwaltete und
von unten bestimmte Gesellschaft, ohne Ausbeutung der Arbeit und Unterdrückung
der Frauen, basierend auf dauerhafter Entwicklung und nicht auf einem
"Wachstumsmodell", das den Planeten bedroht. Unsere Strategie
schließt eine soziale Orientierung ein, der es sehr um das Alltagsleben
der arbeitenden Männer und Frauen zu tun ist: volle und stabile Beschäftigung
für jede und jeden, anständige Löhne, ausreichende Lohnersatzleistungen
(im Fall von Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Invalidität, im Alter),
Recht auf Wohnung, Bildung und Berufsausbildung, qualitativ gute
Gesundheitsversorgung. Hierfür muss man mit der Politik des
Neoliberalismus und mit dem Kapitalismus brechen: (Wieder-) Ausbau der öffentlichen
Dienste, Umbau des Staatshaushalts und Umverteilung des Reichtums weg vom
Kapital, hin zur Arbeit, kurzum: zur Verwirklichung dieser sozialen
Zielsetzungen gilt es alle antikapitalistischen Maßnahmen zu ergreifen,
die notwendig sind, um das gesellschaftliche an die Stelle des
Privateigentums treten zu lassen.
Nur eine neue politische und soziale Massenkraft auf der Ebene unseres
Kontinents wird dazu in der Lage sein, unsere soziale Forderungen und
unsere Hoffnungen auf eine bessere Welt durchzusetzen.
Ein "anderes Europa" ist möglich, doch eine andere europäische
Linke ist notwendig.
Am
10./11. November 2003 haben in Paris diese Erklärung unterzeichnet:
Scottish
Socialist Party (SSP)
Enhedslisten – de rød-grønne (Red-Green Alliance, Dänemark)
Ligue communiste révolutionnaire (LCR, Frankreich)
Bloco de Esquerda (Portugal)
Socialist Alliance (England und Wales)
Socialist Workers Party (SWP, England)
Socialist Party (SP, England)
Socialist Party (SP, Irland)
La Gauche / déi Lénk (Luxemburg)
Espacio Alternativo (EA, Spanischer Staat)
Zutik (Euskadi)
Esquerra Unida i Alternativa (EUiA, Katalonien)
solidaritéS (Schweiz)
Özgürlük ve Dayanisma Partisi (ÖDP – Partei der Solidarität und der
Revolution, Türkei)
Aus
dem Französischen übersetzt, unter Berücksichtigung der englischen
Fassung.
Quellen:
Déclaration de la Septième Conférence de la Gauche anticapitaliste
européenne (GACE).
A different Europe is possible! A different European Left is necessary! |