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Beschluss zur Wahlalternative 2006 Die
Diskussion über eine Wahlalternative und die Herausbildung einer neuen
politischen Kraft, wie sie in der "Wahlalternative Arbeit und soziale
Gerechtigkeit" (WASG) geführt wird, ist für uns ein wichtiger
Prozess, an dem wir uns beteiligen. Die Politik von SPD und Grünen sowie
der sich an ihren Regierungen beteiligenden PDS ist nicht mehr im
geringsten Ausdruck der Interessen der abhängig Beschäftigten und
Besitzlosen. Eine
Neuauflage der SPD der Zeit vor ihrer neoliberalen Wende hat keinen Sinn.
Es gibt für das Kapital keinen Verteilungsspielraum mehr, der eine
nachhaltige Verbesserung der Lage der großen Bevölkerungsmehrheit ermöglichen
würde. Die SPD ist nicht zufällig geworden, was sie ist. Wir treten ein
für einen Neuanfang, für eine Bündelung der breitest möglichen
Opposition gegen die neoliberale Politik, für Solidarität statt Profit.
Keine verbliebene soziale Errungenschaft kann verteidigt werden ohne die
Vision einer Alternative zur bestehenden Gesellschaftsordnung. Eine
neue politische Kraft der Linken muss die antikapitalistischen Kräfte mit
einschließen. Wir treten dafür ein, dass diese Kräfte sich in die WASG
einbringen und in ihr zusammenwirken. Wir
wenden uns gegen die Verselbständigung von Amts- und MandatsträgerInnen.
Abgeordnete sollten nicht mehr verdienen als durchschnittliche Lohn- und
Gehaltsempfänger. Sie müssen ihrer Basis verantwortlich und
rechenschaftspflichtig sein. Die
Teilnahme an Wahlen und die Arbeit in Parlamenten ist kein Selbstzweck.
Wir treten dafür ein, dass sie den Widerstand, die Mobilisierung und die
Selbstorganisation der abhängig Beschäftigten, Benachteiligten und
Ausgegrenzten ermutigt und befördert. Denn nur von unten können die
Keime der neuen solidarischen Verhältnisse wachsen, die wir anstreben. Angenommen von der bundesweiten Mitgliederversammlung der internationalen sozialistischen linken (isl) am 13. Juni 2004 |